Master-Franchiseabkommen in Spanien: Vertrauen durch Selektion

Das Master-Franchise Abkommen stellt, außerhalb einer internationalen kommerziellen Beziehung, einen Vertrag dar, der exklusives Franchising im Zielland ermöglicht.

Unterschied zum direkten Franchiseabkommen

Im Gegensatz zum direkten Franchiseabkommen besteht das Master-Franchiseabkommen aus einer doppelten gesetzlichen Beziehung zwischen dem Netzwerk der Hauptverwaltung und dem Master-Franchisenehmer (nationaler Repräsentant) und zwischen Letzterem und dem  nachrangigen Franchisenehmer (lokaler Franchisenehmer).

Der Master-Franchisenehmer

Der nationale Master-Franchisenehmer kann als Unternehmer eine neue Firma gründen, um das Franchise, oder ein bereits im Markt etabliertes Geschäft, aufzunehmen. Folglich breitet sich das Franchisemodel im Ausland aus.

Der Master-Franchisenehmer wird als Repräsentant mit der Leitung der Firma betraut, da er das anfängliche Franchisenetzwerk entwickelt und tiefgründiges Wissen über das kulturelle Umfeld sowie Geschäftspraktiken hat. Er ist verantwortlich für die Leitung des neuen Netzwerkes und wird zum einzigen Ansprechpartner und Vermittler der lokalen Franchisenehmer.

Vorteile des Master-Franchiseabkommens

Es gibt drei wesentliche Vorteile, die ausländische Unternehmer in Spanien von dem Master-Franchiseabkommen überzeugen können:

  • Der Master-Franchisenehmer sollte die Kosten für den Aufbau und für die Entwicklung des Geschäfts tragen.
  • Die Hauptverwaltung wird von der Sonderstellung des Master-Franchisenehmers profitieren: es werden keine finanziellen Investitionen oder humane Ressourcen benötigt.
  • Letztendlich wird der Anstieg der Master-Franchisenehmer in Europa Probleme und Nachteile hinsichtlich der Verteilung von Lieferungen und Produkten reduzieren.

Deshalb bietet das Master-Franchiseabkommen der Unternehmensleitung, die ihre Geschäftsmodelle in einen komplexen Markt exportieren will, gesetzliche und finanzielle Sicherheit.

Der Master-Franchisenehmer wird aufgrund seiner persönlichen und professionellen Fähigkeiten ausgewählt. In Verbindung mit einem Kooperationsvertrag, der alle Erwartungen der Parteien voll erfüllen muss, sind die mit dem Export von ausländischen Franchisekonzepten verbundenen Risiken deshalb so gut wie nicht vorhanden.

Die Verwendung eines Master-Franchise ist ein üblich verwendetes Model. Viele ausländische Franchise-Netzwerke haben diese Vertragsart bereits genutzt, um ihr Geschäftskonzept auf legalem und wirtschaftlichem Weg nach Spanien zu exportieren.

Der Franchisegeber

Letztendlich muss ein ausländischer Franchisegeber immer Erfolgsfaktoren berücksichtigen, wie:

  • Kommerzielle und leitende Fähigkeiten sowie die Expertise und die Erfahrung eines Master-Franchisenehmers im Zielmarkt.
  • Die Anpassung des Franchisekonzepts an bestimmte lokale Markteigenschaften (Gewohnheiten, strategische Wettbewerbsplanung, Preise und angebotene Produkte), das Planen einer Produktverteilungsstrategie (Transportverzögerungen, Einhalten gesetzlicher Bestimmungen für Produkte auf dem lokalen Markt oder die Bezahlung von Zöllen für den Export in nicht-europäische Länder)
  • Verhandlungen über das Maß der Unabhängigkeit werden durch den nationalen Franchisegeber innerhalb des Master Franchiseabkommens gewährt.

Denys Peraud & Clément-Henri Girardot

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung

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