Durch das Immobilienrecht werden Immobiliengeschäfte von Grundeigentum und Immobilien sowie deren dingliche Rechte geregelt, z.B. der Kauf von Immobilien und Immobiliengesellschaften, Mietverträge. Mit dem Stadtplanungsrecht werden die Stadtplanung, die Raumordnung und die Grundstücksverwertung geregelt sowie die Rechte und Verpflichtungen des Grundstückseigentümers festgelegt.

Warum in Spanien investieren?

Unser rechtlicher Leitfaden über die Investition in Spanien umfasst vier Hauptteile, die sich auf das „Warum, Was, Wie und Wo“ dieser Geldanlagen konzentrieren. Unser Ziel ist es, die Vorteile, die der spanische Markt momentan bietet, aufzuzählen und einen Leitfaden anzubieten, der die Lage aus einer juristischen Perspektive erläutert.

Haftung des Immobilienverkäufers in Spanien

Der Immobilienverkäufer muss die Risiken in Bezug auf das an den Käufer verkaufte Gebäude übernehmen, das heißt, dass er für mögliche Fehler und Mängel der Immobilie, die nach ihrem Verkauf auftreten können, haftet. Das spanische Zivilgesetzbuch und das Gesetz zur Regelung des Baus von Gebäuden « Baugesetz (LOE) 38/1999 vom 5. November » (LOE) legen die unterschiedlichen Haftungsarten sowie die Verjährungsfristen von Schadensersatzansprüchen fest.

Der Verkauf von im Bau befindlichen Immobilien in Spanien

Eine im Bau befindliche Immobilie zu verkaufen, bedeutet, einen Kaufvertrag über ein Gebäude abzuschließen, das noch nicht errichtet wurde, bei der sich die Parteien aber hinsichtlich seiner Existenz und somit seiner Errichtung sowie seines Preises geeinigt haben. Die Parteien schließen also einen Kaufvertrag über eine künftige Sache ab, die diverse spezifische Eigenschaften mitbringt.

Der Kaufvertrag für im Bau befindliche Immobilien in Spanien

Der Kaufvertrag für im Bau befindliche Immobilien kommt einem Kaufvertrag über eine künftige Sache gleich. Die künftige Sache existiert zwar nicht, ihre Existenz ist aber von den Parteien vorgesehen. Folglich einigen sich die Parteien über die Sache, die Gegenstand des Vertrags ist, im vorliegenden Fall eine zu errichtende Immobilie, über den Preis, das Vorgehen zur Festsetzung des besagten Preises, die Verpflichtungen sowie die Bedingungen hinsichtlich der Übertragung der Immobilie, sobald sie erbaut wurde.

Forward-Purchase-Vertrag vs. Forward-Funding-Vertrag in Spanien

Die Forward-Purchase- und Forward-Funding-Verträge sind spezielle Vertragsarten, die genau den Merkmalen des Kaufvertrags über eine künftige Sache entsprechen. Es handelt sich um zwei Arten von gegenseitigen Verträgen über den Verkauf einer künftigen Immobilie, die zwischen dem Bauträger und Verkäufer und dem Käufer und Investor abgeschlossen wird. Diese Verträge werden oft bei den großen Immobiliengeschäften verwendet.

Die Rolle des Notars im Erwerbsprozess von Immobilien in Spanien

Der Notar ist beim Immobilienerwerb in Spanien einer der Hauptakteure. Der Notar erledigt die Eintragung der Kaufurkunde in das spanische Register, erstellt beglaubigte Urkunden für den Hypothekenvertrag, bestätigt die Identität und Rechtsfähigkeit der beteiligten Parteien. Ausserdem gibt es in Spanien ein spezifisches Kommunikationssystem zwischen dem Notar und dem Eigentumsregister.

Eigentümergemeinschaftsunkosten von Geschäftsräumen in Spanien

Das spanische Gesetz zur horizontalen Eigentümerschaft (Ley de Propiedad Horizontal) und Art. 396 des spanischen bürgerlichen Gesetzbuches (Código Civil) regeln, dass die Verpflichtungen der unteren Geschäftsräume die gleichen wie die der restlichen Eigentümer sind. Die unteren Geschäftsräume haben sich mithin ebenfalls an den Erhaltungskosten der gemeinschaftlichen Bereiche einer Immobilie zu beteiligen.