Alicia Itkis, Juli – Oktober 2025

Schon seit jeher hege ich eine Begeisterung für die spanische Sprache und für Spanien selbst. Bereits im Studium hatte ich den Wunsch, dort Zeit zu verbringen. Da sich diese Möglichkeit damals nicht ergab, habe ich meinen Aufenthalt auf das Referendariat und die Wahlstation verschoben. Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle bin ich auf Mariscal Abogados gestoßen.

Als Referendarin arbeitet man in der Kanzlei halbtags, davon an zwei Tagen pro Woche im Homeoffice. Auf diese Weise wird man einerseits in das Tagesgeschäft der Kanzlei eingebunden und hat andererseits die Gelegenheit, die Stadt zu erkunden und kennenzulernen. Das Team empfängt einen herzlich und integriert einen sofort in die Arbeit.

Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die rechtliche Prüfung arbeits-, gesellschafts-, handels- und immobilienrechtlicher Angelegenheiten. Auch das Insolvenz- und Mietrecht war teilweise vertreten. Diese Aufgaben gingen mit juristischer Recherche, der Vorbereitung von Mandantenkorrespondenz und Schriftsätzen sowie mit der Prüfung und Anpassung von AGB einher. Ein wesentlicher Teil meiner Tätigkeit bestand zudem darin, diverse Schriftsätze, Verträge und Gesellschafterbeschlüsse zu übersetzen und auf ihre sprachliche Richtigkeit zu überprüfen. Dies machte fortgeschrittene Sprachkenntnisse in Spanisch und Englisch unverzichtbar. Darüber hinaus unterstützte ich den Internetauftritt der Kanzlei, verfasste Artikel für Fachzeitschriften und war in die Arbeit des DAV Spanien eingebunden.

Mariscal Abogados bietet einen umfassenden Einblick in die Tätigkeit einer international ausgerichteten Wirtschaftskanzlei. Besonders beeindruckt haben mich die herausragenden Sprachkenntnisse der Anwältinnen, Anwälte und Mitarbeiter. Der routinierte Einsatz von mindestens drei Sprachen ist hier keine Seltenheit und ermöglicht eine Arbeitsweise, bei der sich Mandanten wie auch andere Ansprechpartner besonders verbunden und verstanden fühlen.

Die Zeit bei Mariscal Abogados hat mir wesentlich dabei geholfen, meine Spanisch- und Englischkenntnisse zu vertiefen. Darüber hinaus habe ich viel über Rechtsvergleichung und die praktische Anwendung des spanischen Rechtssystems gelernt.
Auch die Stadt selbst hat mich begeistert. Ich habe mich schnell eingelebt und mich sehr bald zu Hause gefühlt. Der Abschied fiel mir daher schwer. Insgesamt war es eine unvergessliche Zeit, aus der ich wertvolle Erkenntnisse und zahlreiche bereichernde Erfahrungen mitnehme.

Mein Dank gilt dem gesamten Team von Mariscal Abogados. Ein besonderer Dank geht an Karl H. Lincke, der mich während dieser Zeit ausgebildet und fachlich betreut hat. Ebenso danke ich Laura Bernat und Mignon Uebele für die stets offene und herzliche Kommunikation sowie José Luis Diéz für die fachliche Unterstützung und den persönlichen, freundschaftlichen Austausch.

Alicia Itkis
Rechtsreferendarin, OLG München