Direktes Franchising in Spanien: Sicherheit durch Nähe

Ein direktes Franchiseabkommen ist ein einfacher und effizienter Weg für britische und amerikanische Franchisegeber um in den spanischen Markt einzusteigen.

Der Franchisegeber kann die allgemeinen Vertragsbestimmungen seines Geschäftsmodells mit den Partnern wiederverwenden und neue Verträge mit fremden Rechtsträgern verhandeln.

Hierbei ist eine Übereinstimmung mit den in dem entsprechenden Hoheitsgebiet geltenden rechtlichen Vorschriften hinsichtlich der zu übersetzenden Dokumente des Franchisevertrags, wie u.a. technische Vorbereitungen, Gutachten, Know-how und grafische Standards, erforderlich.

Vorteile des direkten Franchiseabkommens

Direkte Franchiseabkommen erlauben einem Franchisegeber zunächst, den Erfolg eines nationalen erprobten Geschäftsmodells in einem neun Territorium zu testen und dieses Schritt für Schritt wachsen zu lassen. Es werden zunächst vereinzelte Geschäfte eröffnet, bevor eine größere Businessstruktur angestrebt wird.

Kontrolle über Entwicklungsstrategie

Mit direktem Franchising sichert der Franchisegeber die Kontrolle über die Geschäftsentwicklungsstrategie. Der Franchisegeber sucht kommerzielle Partner, überträgt sein Know-how und legt die Grundsteine des Geschäftsmodells fest. Direktes Franchising ist einfach und schnell umzusetzen und somit gut geeignet für grenzüberschreitende oder angelsächsische Märkte.

Wissen über die lokalen Märkte und Regulierungen

Sprachliche oder kulturelle Nähe, ein gutes Wissen über spezifische Märkte und über lokale Regulierungen sind notwendig, um das Risiko des Kontrollverlustes oder einer unzulässigen Steuerung eines Geschäftsmodells zu vermeiden.

Der Franchisemarkt in Spanien

Spanien hat einen grossen Franchisemarkt, der kontinuierlich wächst. Zurzeit kommen 78,7% der 127 fremden Franchisemarken in Spanien aus nur sechs Ländern: den USA, Frankreich, Italien, Portugal, Grossbritannien und Deutschland.

Mehrfach-Franchise wie McDonalds, Burger King und Subway haben ihre Franchisemodelle erfolgreich in Spanien eröffnet. Es handelt sich um wachsende Unternehmen, die üblicherweise einen hohen Umsatz erwirtschaften.

Das direkte Franchiseabkommen, welches Investitionen im Auftrag des Franchisegebers  erfordert (hinsichtlich personeller und finanzieller Ressourcen), erlaubt Kontrolle über die Ausweitung des Franchisekonzeptes ins Ausland.

Aspekte der Franchisegründung

Beginnend beim Prozess der Partnersuche, um den Betrieb des Franchise zu leiten, hat der Franchisegeber Kontrolle über alle Bestandteile der Netzwerkausdehnung.

Zusätzlich muss der Franchisegeber die Existenz von verschiedenen Parametern beachten, wie:

  • Grenzübergreifende Transportkosten und/ oder Verteilung von Waren und Lieferungen, die erforderlich für den Einsatz des Franchise sind;
  • Investitionen in Spanien (Versenden von Sachen vor Ort, Suchen, Auswählen und Ausbildung von neuen Partnern etc.);
  • Strategien und Dynamik von neuen Netzwerken.

Daher ist die Verwendung von direktem Franchising, eingerahmt von einer sorgfältig geplanten Entwicklungsstrategie und gestützt durch eine qualifizierte Rechtsberatung, eine Garantie für einen erfolgreichen, sicheren und kontrollierten Aufbau eines Franchiseprojektes in Spanien.

Denys Peraud & Clément-Henri Girardot

Dieser Beitrag ist nicht als Rechtsberatung zu verstehen

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