Die Gesetzgebung zur Forderungseinziehung definiert sowohl für die Gläubiger als auch für die Schuldner explizite Rechte. Auch wenn weltweit anerkannte Regelungen bestehen, unterscheiden sich diese Regeln zwischen den Ländern. In Spanien können kommerzielle Inkassounternehmen für Business-to-Business Forderungseintreibungen sowohl auf aussergerichtliche als auch auf gerichtliche Verfahren zurückgreifen.

Präventionen zur Vermeidung des Zahlungsverzugs in Spanien

Ein Zahlungsverzug oder Schuldnerverzug liegt vor, wenn der Schuldner einer Zahlungsverpflichtung nach ihrer Fälligkeit trotz Mahnung nicht nachkommt. Beim Abschluss von Geschäftsbeziehungen in Spanien kann das Unternehmen präventive Schritte begehen, um Zahlungsverzügen von vornherein vorzubeugen oder um im Falle eines Rechtsstreits ausreichend Beweismaterial liefern zu können.

Vorgehen gegen spanische Schuldner bei Anzeichen mangelnder Liquidität

Neben Vollstreckungsversuchen sollten deutsche Gläubiger, die einen Titel gegen ein spanisches Schuldnerunternehmen erstritten haben, diesen aber bisher nicht erfolgreich vollstrecken konnten, auch die Geltendmachung einer Organhaftung und eine eigene Konkursanmeldung als Vorgehensweisen in Betracht ziehen.

Kürzere Fristen für die Forderungseintreibung von Zahlungsverpflichtungen in Spanien

Die Frist für die Forderungseintreibung von Zahlungsansprüchen und Geschäftsschulden, die nach dem 7. Oktober 2015 entstanden sind, hat sich durch die Reform des Gesetzes 1/2000 des spanischen Zivilgesetzbuches von 15 auf 5 Jahre verkürzt. Dies gilt für ausstehende Zahlungen, die durch die Bereitstellung von Dienstleistungen, Handels- oder Geschäftsbeziehungen entstanden sind sowie für Schulden.